Fischen i. Allgäu

 

Gemeindebüro

Weiler 16, 87538 Fischen i. Allgäu

Tel.: 08326 / 996-0
Fax: 08326 / 996-88
E-Mail: gemeinde@fischen.de

 

Gemeindewappen


Die Fische stehen redend für den Ortsnamen. Der Ort wird 860 erstmals als Viskingun erwähnt. Die Bezeichnung Fiskina aus dem Jahr 905 deutet darauf hin, dass der Ortsname „zu den Fischern“ bedeutet und nicht wie angenommen „bei den Fischen“ im Sinne einer fischreichen Gegend. Das Schildhaupt mit den roten Rauten stammt aus dem Wappen der Grafen von Königsegg-Rothenfels, die seit 1564 die Herrschaft im Gemeindegebiet innehatten. Die Familie ist 1875 in der männlichen Linie ausgestorben.

Wappenbeschreibung: Unter goldenem, mit drei liegenden roten Rauten belegtem Schildhaupt in Rot zwei voneinander abgewendete aufrecht stehende Fische.

 

 

 

 

Basisdaten

Bundesland:                     Bayern

Regierungsbezirk:             Schwaben

Landkreis:                        Oberallgäu

Höhe:                               761m ü. NN

Fläche:                             13,6km²

Einwohner:                       3.005 (12/2008)

Bevölkerungsdichte:          221 Einwohner je km²

Postleitzahl:                       87538

Vorwahl:                          08326

KFZ-Kennzeichen:             OA

Erster Bürgermeister:    Edgar Rölz

 

Ortsteile

*     Au     *     Berg     *     Burgegg     *     Hof     *     Höldersberg     *     Jägersberg     *     Kreben    

*     Langenwang     *     Maderhalm     *     Oberthalhofen     *     Unterthalhofen     *     Weiler

 

Geschichte

Zwei Urkunden im Stiftsarchiv St. Gallen sind erste Zeugnisse für Fischen. Wohl wenige Gemeinden sind wie Fischen in der Lage, einen solch eindeutigen Nachweis ihres frühmittelalterlichen Ursprungs vorzuweisen.
Als Willihere dem „monasterii sancti Galli“ am 23. September 860 eine Hufe Land zur Schenkung machte, wurde dies vor Zeugen im Ort „Viskingun“ urkundlich bestätigt.
Im weiteren Beleg wird bestätigt, dass Folcherat an das Kloster St. Gallen eine Hufe zu Wikaranneswilare gegen eine zu Fischen getauscht hat. Dieser Vorgang, ebenfalls
durch Zeugen bestätigt, fand in „Fiskingan“ bzw. „Fiskina“ im Jahre 905 oder 906 statt.
Diese Vorgänge lassen darauf schließen, dass der Ort Fischen damals schon eine gewisse Bedeutung hatte und demnach viele Jahre vorher schon bestanden hat.
Während die nächsten 300 Jahre das Dorf Fischen kaum Erwähnung findet, ist er unter der Herrschaft der Heimenhofen, der Montfort-Rothenfels in der Geschichte des Oberallgäus wieder präsent. Protokollbücher der Rechtler ab dem 18. Jahrhundert sowie in jüngerer Zeit die Gemeindebeschlussbücher und Steuerlisten geben Aufschluss über das Leben unserer Vorfahren.
Fischen ist somit eine der ältesten Ansiedlungen im Oberen Illertal.

Im Zweiten Weltkrieg bestand im Wald zwischen Fischen und Oberstdorf ein Unterkommando des „SS-Arbeitslagers Fischen bei Kempten“, das zum KZ-Außenlager Kempten gehörte, in dem 300 Häftlinge für die Rüstungsproduktion der Firma Messerschmitt Zwangsarbeit verrichten mussten. Teile von Fundamenten und einer Rampe zeugen von diesem Geschehen.

 

Tourismus

Fischen i. Allgäu ist seit 1989 heilklimatischer Kurort, seit 2005 mit der Zusatzklassifizierung „Premium-Class“. Neben kleinbäuerlich geprägter Landwirtschaft und Viehweidhaltung mit denen für das Allgäu typischen Alpen und Bergweidelandschaften sowie den kleinen mittelständischen Betrieben, liefert der Tourismus mit 4.700 Gästebetten und ca. 550.000 Übernachtungen pro Jahr die wirtschaftliche Haupteinnahmequelle. Der Ort bietet einen herrlichen Panoramablick auf die Allgäuer Hochalpenkette und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Berg- Rad- und Mountainbike-Touren und bietet ein weitläufiges Spazier- und Wanderwegenetz.

Weitere touristische Angebote sind das Familien- und Erlebnisbad mit 58-m-Wasserrutschbahn, eine kostenlose Kinderbetreuung und ein umfangreiches Kinderprogramm im Sommer, ein Natureisplatz zum Eislaufen und Eisstockschießen, eine Nachtlanglaufloipe, ein Kinderskigelände mit Flutlichtanlage im Winter und ganzjährig der Sportpark mit Tennis, Fitnessangeboten und Saunalandschaft. Die heimische Gastronomie und ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm mit Kulturaufführungen und Vorträgen runden das Angebot ab.

Zeugnisse des alten Fischen sind die 500 Jahre alte „Obermühle-Säge“, das Fischinger Heimathaus mit FIS-Skimuseum (eines von 13 weltweit) und die kath. Pfarrkirche St. Verena mit Frauenkapelle.

Seit 1989 ist Fischen bei allen Krankenkassen als anerkannter Kurort zugelassen, so dass auch Kuren durchgeführt werden können. Zentrum des Kurlebens ist das Kurhaus Fiskina mit Kurmittelabteilung, Lese- und Aufenthaltsräumen, Gästeservice, Kursaal und Kurpark.

Die Anreise kann mit dem PKW, mit der Bahn – Fischen hat eine eigene Bahnstation oder mit dem Bus (Haus-zu-Haus-Service). Seit 2007 wird auch der Flughaben „Allgäu-Airport“ (70 km Entfernung) von einigen Fluggesellschaften angeflogen.

(Siehe auch: www.fischen.de)