Obermaiselstein

Gemeindebüro

Am Scheid 18, 87538 Obermaiselstein

Tel.: 08326 / 260
Fax: 08326 / 209 199
E-Mail: gemeinde@obermaiselstein.de

 

Gemeindewappen


Die Farben Rot und Gold weisen auf die Herrschaft der Grafen von Königsegg-Rothenfels im Gemeindegebiet hin. Der springende Hirsch steht redend für die Felsenge an der Straße von Obermaiselstein nach Tiefenbach zwischen Ochsenberg und Schwarzenberg. Einer Legende zufolge ist hier ein Hirsch, den ein Luchs verfolgte, von einem Felsen auf den gegenüberstehenden gesprungen und konnte damit sein Leben retten. Diese Geschichte erzählte Aloys Adalbert Waibel in seiner Beschreibung der Reichsgrafschaft Königsegg-Rothenfels 1851.

Wappenbeschreibung: In Gold ein springender roter Hirsch, unten je ein rechts und links dem Schildrand anliegender blauer Felsen.

  ´

 

 

 

 

 

Basisdaten

Bundesland:                     Bayern

Regierungsbezirk:             Schwaben

Landkreis:                        Oberallgäu

Höhe:                               859m ü. NN

Fläche:                             25,0km²

Einwohner:                       965 (06/2011)

Bevölkerungsdichte:          38 Einwohner je km²

Postleitzahl:                       87538

Vorwahl:                          08326

KFZ-Kennzeichen:             OA

Erster Bürgermeister:    Peter Stehle

 

Ortsteile

Am Goldbach     *     Dorf     *     Haubenegg     *     Niederdorf     *     Oberdorf     *     Ried 

Geschichte

Aus der Welt der Sagen stammt der erstbekannte Name, „Felsenburg des Mazzilo“. (1)
Verbindung mit „Stein- Maissel“ ist möglich.(2) (Steinbruch u.Mühlsteine in Grasgehren.)
13. Jahrh. Burg Obermaiselstein, Mauerreste (3)
1345 Erste Nennung ,Hermann von Maiselstein. (4)
Um1350 vermutlich erster Kirchenbau.
1351 verkauft Adelheid von Maiselstein die Pfarrei an die Gebrüder Marquard u. Oswald von Heimenhofen (5)
1354 u.1377 Adelheid u. Kunz v. Maiselstein (6)
1450 Verkauf des Kirchenschatzes OM. an die Familie v. Montfort
1509 Kirche OM + Ofterschwang werden gemeinsam verwaltet (7)
1635 Die Pest fordert im Raum Fischen.-Obermaiselstein 261 Opfer. (8)
1758 wird Obermaiselstein wieder eigene Pfarrei (9)
1805-15 Napoleonische Kriege 9 Gefallene
1806 das Allgäu kommt zu Bayern, Einführung von Hausnummern, Neu-Vermessung, und- Besteuerung.
1809 Bau des Schulhauses
1814 Zusammenlegung OM. mit den Ortsteilen Oberdorf, Niederdorf, und Ried zu einer pol. Gemeinde.(10)
1831 bis1864 , Vereinödung.(Arrondierung)
1850 ca. Einführung der Grünland-, Güllewirtschaft und Gemeinschafts-Käsereien .
1870-71 Krieg geg. Frankreich 1 Gefallener
1877 der letzte Flachsanbau in OM ,
1877 Gründung einer freiw. Feuerwehr
1904 Erste Telefonstelle in OM.
1905 Eröffnung der Sturmannshöhle 1. el. Licht in OM.
1914 -18 1. Weltkrieg 16 Gefallene u. 5 Vermisste
1920 Erste Verordnung zur Fremdenvermietung
1925 Das erste Radio in OM
1935 Alpe Grasgehren wird Skigebiet
1939 -45 2. Weltkrieg 16 Gefallene u. 13 Vermisste .
1946 Einbürgerung von Heimatvertriebenen .
1949 Die Dörfer Oberdorf , Niederdorf und Ried werden kirchlich zu Obermaiselstein geschlagen.
ab1956 Bau der Alpwege Riedbergpass und Lochbachtal
1963 Erster Viehscheid aller OM. Alpen am 21.09.
1967 Bau von Liftanlagen im Skigebiet Grasgehren.
1973 OM. schließt sich mit Fischen, Bolsterlang, Ofterschwang u. Balderschwang zur Verwaltungsgemeinschaft „Hörnergruppe“ zusammen.
1973 Kirchen-Neubau in Obermaiselstein. St. Ulrich
1970-2005 Die kl. Bergbauerngemeinde OM stellt nicht weniger als 6 Spitzenskiläufer in der Deutschen Nationalmannschaft !
1980-2008 Ausweisung neuer Baugebiete
1983 Bau des „Haus d. Gastes“.
Ab 1990 Wanderwege, Sanierung und Neubau.
2006 Erwerb der Dorfschmiede zur Einrichtung eines „Heimathauses“ .
2008 Zuteilung des Prädikates „Luftkurort“
2009 OM wird Mitglied des Natur-Parks Nagelfluhkette.

Theodor Pinn.
Quellen:
1.Tauser Josef. 2.Dr. Steiner 3.Dr. Zeune 4.u. 5.Dertsch 6.Dr. Merkt
7. Bistum Konstanz 8. Kirchenbücher Fischen 9.Dekanat Stiefenhofen 10. Staatsarchiv Augsburg.
Alle übrigen Angaben : Gemeindearchiv Obermaiselstein

 

Tourismus

Obermaiselstein ist ein Luftkurort mit 2.200 Gästebetten und rund 39.000 Gästen im Jahr. Der anerkannte Luftkurort bietet Sommer wie Winter naturnahe Ferien, aktiv, erholsam und familienfreundlich. Gerade im Winter prägt Obermaiselstein seine vielen Skilifte und -abfahrten sowie Langlaufloipen im Tal. Im Sommer dagegen ist der Ort Ausgangspunkt für Berg- und Radtouren sowie im September das jährliche Viehscheidfest. Die Sturmannshöhle, Allgäus einzige Schauhöhle, ist ein wichtiger Anziehungspunkt des Dorfes. Seit 2008 gehören über 80 Prozent der Gemeindefläche zum Naturpark Nagelfluh.     (Weiter Informationen unter www.obermaiselstein.de)