Kommunalwahl – Coronavirus

 
Kommunalwahl – Coronavirus
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich möchte all denjenigen danken, die am vergangenen Sonntag in den Wahllokalen oder durch Nutzung der Briefwahl für Fischen i. Allgäu den Ersten Bürgermeister sowie 16 Mitglieder des Gemeinderates gewählt haben.

Von Ihnen wurden in den Gemeinderat gewählt:
Aigner Matthias (CSU), Bemeleit Werner (CSU), Frank Stefanie (CSU), Gust-Komma Claudia (FW), Holzberger Daniela (FW), Karg Anja (CSU), Müller Franziska (FW), Müller Ursula (CSU), Neß Johannes (CSU), Neumayer Christina (FW), Ochsenreiter Sepp (CSU), Schmid Michael (FW), Schmidbauer Thomas (CSU), Schöll Anton (CSU), Schwarz Stefan (CSU), Strobel Emil (FW)

Persönlich möchte ich mich bei Ihnen sehr herzlich für das mir geschenkte große Vertrauen bedanken. Zusammen mit dem neuen Gemeinderat werde ich alles geben, um Fischen in eine gute Zukunft zu führen.

Für unseren Start hätte ich mir allerdings andere Voraussetzungen gewünscht, denn die Auswirkungen durch die Bedrohung des Coronavirus werden uns gesundheitlich und wirtschaftlich in einer Art und Weise belasten wie sie heute nicht einzuschätzen ist.

Auch wenn wir den Coronavirus nicht sehen ist er dennoch da!
Wie weit er unsere kommenden Wochen, Monate und Jahre bestimmen wird, ist heute noch nicht abzusehen.

Sicher ist nur, dass alle Regionen, in denen der Virus bereits ausgebrochen ist, sich einig sind, dass viel zu spät reagiert wurde. Es gilt, dieselben Fehler nicht nochmals zu machen.

Bitte nehmen Sie deshalb die Aufrufe unbedingt ernst und richten Sie sich danach:
– Verzicht auf Sozialkontakte wann immer möglich.
– Wer aus Risikogebieten kommt, sollte sich selbst unter vierzehntägige Quarantäne stellen. Dies gilt nicht für Berufspendler.
Risikogebiete sind: Italien, Schweiz, in Österreich Bundesland Tirol, in Spanien Madrid, Iran, in China Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan), in Südkorea Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang), in Frankreich Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne).
Wer aus Risikogebieten kommt oder mit Personen aus Risikogebieten Kontakt hatte und Symptome aufweist, sollte unbedingt einen Arzt kontaktieren. Alles andere wäre rücksichtslos gegenüber seinen Mitmenschen.
– Einer angeordneten Quarantäne in vollem Umfang Folge leisten.
– Auch kleinere Versammlungen sollten wenn möglich abgesagt werden.

Was kann ich zusätzlich zu meinem eigenen Schutz tun:
– Gerade als älterer Mensch muss ich mich fragen, wo ich überall hingehen muss. Jeder Sozialkontakt birgt ein Risiko.
– Sich nicht die Hände geben.
– Regelmäßig gründlich die Hände waschen.
– Zu unseren Mitmenschen besonders beim Gespräch Abstand halten (mindestens 1,5 m).
– Sein Immunsystem stärken.
– Körperliche Überanstrengungen meiden.

Wie können wir uns gegenseitig helfen:
– Unseren älteren Familienmitgliedern, Nachbarn oder Bekannten anbieten, für sie Botengänge oder Einkäufe zu übernehmen.
– Dies gilt ebenso für Personen, die zur Risikogruppe zählen oder diejenigen, die unter Quarantäne gestellt wurden.

Das noch vorherrschende „Heile Welt Gefühl“ ist trügerisch. Jetzt heißt es Verantwortung zu übernehmen für uns und für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die Fachwelt ist sich einig, dass Corona kommen wird und 2/3 von uns werden sich infizieren und erkranken. Das ist bei einer Pandemie nicht zu verhindern. Für 80 % der Infizierten wird die Erkrankung leicht und kaum merkbar verlaufen. 18 % werden ärztliche Hilfe benötigen und wiederum 2 % werden intensiv medizinische Betreuung brauchen. 2 % klingt erstmal nicht viel, bedeutet allerdings für Deutschland mehr als eine Million Menschen. Bei einer üblichen schnellen Ansteckungswelle würde diese Zahl der Erkrankten unsere medizinische Betreuung komplett lahmlegen. Es geht also darum, mit allen Möglichkeiten den Ansteckungszeitraum in die Länge zu ziehen. Dann werden zwar immer noch genauso viele Menschen krank, aber eben nach und nach und dadurch ist alles besser zu organisieren. Das Geschehen wird sich beruhigen und alle Erkrankten können eine optimale medizinische Betreuung erhalten. Deshalb sind scheinbare Kleinigkeiten wie Hände waschen, Abstand halten und keine Partys feiern so wichtig. Nicht nur für uns selbst, sondern vor allem für die Schwächsten unserer Gesellschaft.

Viele Grüße und vor allem bleiben Sie gesund

Bruno Sauter
Erster Bürgermeister